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     Panketal, Brandenburg  16.Aug.2018

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Interview mit Thomas Gohel

© Thomas Antoni, April 2002

Hinweis: Dieses Interview wurde freundlicherweise von Thomas Antoni, der dieses Interview mit mir führte, für die User seines eigenen Webauftrittes www.antonis.de, zur Verfügung gestellt. Es wurden lediglich einige kleine Änderungen, betreffs aktueller Links, vorgenommen. Thomas Antonis ist der Betreiber der größten europäischen Q(uick)Basic-Webseite www.qbasic.de.



Vorwort von Thomas Antoni

Thomas' Seite www.gohel.de bzw. www.pbhq.de (der neue Webauftritt) ist die weltweit älteste PowerBASIC Seite und darüber hinaus die größte in Europa. Hier findet man Tonnen von PowerBASIC - Programmen zu Downloaden, eine riesige deutsche PowerBASIC FAQ sowie eine umfangreiche offizielle deutsche Assembler FAQ. Thomas ist in der deutschen und internationalen PowerBASIC Szene bekannt wie ein bunter Hund und gehört als eine der wichtigsten Personen in der weltweiten PowerBASIC Community der bekannten Gruppe der "BasicGurus" an.

Thomas Gohel ist nicht nur ein Experte für PowerBASIC/DOS, sondern auch für die PB - Windows-Versionen "PowerBASIC/DLL" und "PowerBASIC/Console".

Als PowerBASIC - Programmierer ist Thomas quasi eine Berühmtheit, hat er doch so gigantische Programme wie das SoundBlaster-Toolkit "PBSOUND" und den Mail-Client und Newsreader UKAD/UKAW entwickelt.

Der überzeugte PowerBASIC-Fan Thomas Gohel lässt an meiner eigenen Lieblingssprache Q(uick)Basic kein gutes Haar, so dass Sie sich in diesem Interview auf ein Streitgespräch freuen können, bei dem die Fetzen fliegen. Schon im Mailverkehr, der diesem Interview voranging, verkündete Thomas " ... Du weißt aber auch, dass dieses Interview unter anderem recht niederschmetternd für QBASIC werden wird. Immerhin liegen zwischen QB und PB echte Welten. :-]"



Interview

Thomas Antoni: Hallo Thomas, wie alt bist Du und wo wohnst Du?
Thomas Gohel: Momentan 35, wohnhaft im Norden von Berlin.

Thomas Antoni: Hast Du eigentlich auch einen Nickname?
Thomas Gohel: Warum? Aus dem Alter bin ich schon lange heraus :)

Foto von Thomas Gohel

Thomas Gohel im Monument Valley (Arizona, USA)


Thomas Antoni: Was machst Du ausbildungs- bzw. berufsmäßig?
Thomas Gohel: Ich arbeite bei der Deutschen Telekom.

Thomas Antoni: Und was treibst Du da so? Bist Du mit Software - Entwicklung im weiteren Sinne befasst?
Thomas Gohel: Ich arbeite da in einem ziemlich speziellen Bereich, der prinzipiell nichts mit Software-Entwicklung zu tun hat. Da aber der Bereich so klein ist und von der Firmenzentrale in Bonn in der Regel nicht mit einer speziellen Software "von oben" global versorgt wird, bzw. diese nur bedingt den Zweck erfüllt, ergeben sich ab und zu ein paar Marktlücken.

Thomas Antoni: Thomas, Du hast schon bei den Vorgesprächen zu unserem Interview angedeutet, dass QBasic darin im Vergleich zu PowerBASIC nicht besonders gut wegkommen wird. Das kann ich als totaler QBasic-Fan natürlich nicht auf mir sitzen lassen. Ich habe Lust auf ein kleines Streitgespräch und schleudere Dir hierzu Folgendes entgegen: Die Vorteile von QuickBasic gegenüber PowerBASIC sind ja allgemein bekannt:
  • Der QBasic-Interpreter ist kostenlose Zugabe von MS-DOS ab V5.0 und Win9x, und der QuickBasic-Compiler kann mit stillschweigender Duldung von Microsoft frei im Web heruntergeladen werden. PB kostet dagegen ca. 100 EUR, und die auf www.powerbasic.com downloadbare Freeware-Version FirstBASIC ist ein alter Hut ohne Mausbedienung.
  • Es gibt deutsche Versionen von QBasic und QuickBasic 4.5 - Gerade für die Kids ein großer Vorteil. Die letzte deutsche PowerBASIC Version ist V3.20 von Kirschbaum Software GmbH. Die neueren PB-Versionen gibt es nur in englisch (die aktuelle Version ist V 3.50).
  • Es gibt bei Q(uick)Basic einen (abschaltbaren) Online-Syntax-Check - gerade für Anfänger eine große Hilfe.
  • SUBS und FUNCTIONs werden bei Q(uick)Basic in eigenen Fenstern editiert und können bequem durchgeblättert werden. Bei PB gibt es dagegen nur ein unübersichtliches Gesamtfenster.
  • Über die rechte Maustaste oder F1 erhält man jederzeit eine kontextsensitive Hilfe zu dem Befehl, in dem der Cursor steht. Bei PowerBASIC ist die nur bei neueren Versionen möglich und zwar über die umständliche und kaum bekannte Tastenkombination Strg + F1
  • Es gibt Im Internet Unmengen von deutschen Foren, Online-Kursen und Tutorials zu Q(uick)Basic und außerdem noch viele deutschsprachige Bücher über QBasic.
  • Aus diesen Gründen kann man aus meiner Sicht sagen, dass PowerBASIC für DOS fast ausgestorben ist in dem Sinne, dass es kaum noch PB-Neueinsteiger gibt. Bei QBasic kommen dagegen auch heute noch fast täglich Newcomer hinzu, wie ich aus meiner täglichen Webmaster - Praxis von www.qbasic.de weiß. Die meisten kommen durch den Informatik-Unterricht an den Schulen zu QBasic. Hier wird QBasic aufgrund der kostenlosen Verfügbarkeit noch häufig verwendet.
Diese Vorteile sind natürlich hauptsächlich für absolute Programmier - Neueinsteiger von Belang. Dabei ist unbestritten, dass PB wesentlich leistungsfähiger als QB ist und viel mehr mehr Funktionen hat. Aus Gesprächen mit Dir weiß ich, dass Du als "Profi" QBasic im Vergleich mit PowerBASIC recht niederschmetternd bewertest. Was sind aber nun eigentlich die Hauptvorteile von PowerBASIC gegenüber QBasic?

Thomas Gohel: Zu den angeblichen Vorteilen von QBasic gegenüber PowerBASIC muss ich sagen:
  • Zur Mausbedienung: Wer benötigt schon eine Maus in der IDE (Integrated Development Environment = Entwicklungsumgebung)?
  • Zum Online-Syntax-Check: Den habe ich nie vermisst.
  • Zu der neuesten deutschen PowerBASIC-Version: Aktuell ist die (englische) V3.50, welche wie die neueste deutsche Version 3.20 auch von Kirschbaum vertrieben wird. Die deutschen Handbücher gehen aber nur bis zur V3.20.
  • Zu den vielen zu QB existierenden Foren und Büchern: Was nützt es, wenn ich mit QB trotzdem keine brauchbaren Programme entwickeln kann? Zum anderen: Es gibt nicht einmal eine deutsche QBasic-Newsgroup.
  • Dass PowerBASIC fast ausgestorben sein soll ... Mhh, das liest sich in den Newsgroups aber anders, gerade was die neueren Win32-Compiler betrifft.
  • Zu den eigenen Fenstern für SUBS und FUNCTIONs bei Q(uick)Basic: Das war auch eines der Hauptargumente der QB-User in der BASIC.GER.
Da wiegen die Einschränkungen von QBasic schon wesentlich schwerer:
  • Völlig beschränkte String- und Datei-Verwaltung
  • kein Inline-Assembler,
  • kaum brauchbare Datentypen
  • keine zwingende Variablen-Deklaration usw....
Thomas Antoni: Dazu kann ich mir nun aber ein paar Klarstellungen nicht verkneifen:
  • Wozu die Maus gut ist? Na, z.B. zu den Dingen, die Du damit in der VB oder PB DLL Entwicklungsumgebung machst :)
  • Der deutsche PowerBASICDistributor, die Firma Kirschbaum, ist nur per Telefon und per Post erreichbar unter

        Fa. Kirschbaum Software GmbH
        Kronau 15
        83550 Emmering
        Tel. 08067-9038-0
        FAX 08067-1053

    Kirschbaum hat zwar einen guten Telefonsupport, wenn es um vertriebliche Dinge geht, aber leider keine eigene Webseite, und es gibt keinen deutschsprachigen Support per Internet - ein großer Nachteil für Neueinsteiger (für Profis gibt es natürlich englischsprachigen Support auf powerbasic.com).
Nun genug mit der Streiterei :) Thomas: Ich möchte Dich als PowerBASIC-Kenner etwas zur Geschichte von PowerBASIC fragen. In meiner QBasic CD-ROM schreibe ich hierzu: PowerBASIC ist quasi der Nachfolger von Borland TurboBasic. Die Firma PowerBASIC, Inc in Carmel/ Californien wurde von Robert Zale, dem Entwickler von Borland TurboBasic gegründet. Borland sah keine Marktchancen mehr für das - sehr gute - TurboBasic gegenüber Microsofts Q(uick)Basic und wollte statt dessen lieber sein populäres TurboPascal weiterentwickeln. Microsofts Marketing- Geniestreich bestand darin, QBasic umsonst anzubieten und sich damit eine Riesen- Kundenschar für das kostenpflichtige QuickBasic heranzuzüchten. Dagegen war Borland machtlos, womit sich wieder einmal bewahrheitete, daß sich nicht immer das technisch beste Produkt, sondern häufig dasjenige mit dem besten Marketing durchsetzt.

Borland verkaufte schließlich die Rechte am TurboBasic-Code an Robert Zale, der diesen konsequent zu PowerBASIC, einem rasend schnellen Basic-Compiler weiterentwickelte.

Hast Du dazu noch etwas zu ergänzen oder zu korrigieren?

Thomas Gohel: JEIN, zuerst ging Turbo-Basic zu "Spectra Publishing", wo es dann unter Bob Zale zum heutigen PowerBASIC wurde. Später "verselbständigte" sich Bob dann zu PowerBASIC Inc.

Thomas Antoni: Josef Kirschbaum vom deutschen PowerBASIC-Distributor KIRSCHBAUM Software hat mir am Telefon recht launig von Deinem vergeblichen Versuch berichtet, Bob Zale, dem Entwickler von PowerBASIC in seiner Firma in Carmel, Kalifornien einen Besuch abzustatten. Du fandest ihn damals nicht und dachtest, es wäre eine Briefkastenfirma. Erzähl doch mal etwas mehr darüber!
Thomas Gohel: Das ist sie auch ,-). Allerdings auch verständlich: Die meisten Mitarbeiter sind sowieso über die Welt verstreut und für Bob lohnt sich auch kein extra Laden. Der wird da vermutlich ein paar Meilen weiter in seinem Haus sitzen und in Ruhe grübeln.

"Mid Valley Center" ist einfach ein kleines Einkaufscenter, ca. 8 Meilen landeinwärts von Carmel entfernt (Carmel selbst: fein & nobel) mit drei Läden herum und einer Tankstelle. Hinter dem Center stehen die ganzen Briefkästen und in direkter Nähe noch diverse Reihenhäuser. Ansonsten gibt es da nix außer Wiesen und Bäumen 8-)

Ich wollte da nur mal hineinschneien und eventuell den aktuellen Compiler gleich mitnehmen. Das wäre, wenn's ein Laden gewesen wäre, mit Sicherheit eine Gaudi geworden, spätestens wenn ich die Kreditkarte mit meinem Namen über den Tisch geschoben hätte. Ein paar Wochen vorher hatten wir mit PB Inc. wieder mal diversen Ärger wegen eines Bugs, und da hätte mir das schon mal gepasst, den Jungs das Thema direkt zu erklären. Bob kann das immer ziemlich schlecht vertragen, wenn ein User öffentlich von einem Fehler in seinem "Lebenwerk" berichtet.

Thomas Antoni: Was sind die besten deutschen und englischen Bücher zu PB/DOS?
Thomas Gohel: Es gibt da zwei deutsche Bücher von Kirschbaum: Eines wohl für all- gemeine Programmierung und das andere speziell für den Assembler in PowerBASIC. Beide kenne ich aber nicht.

Thomas Antoni: Ich habe mir von Kirschbaum die neueste Preisliste schicken lassen. Da gibt es außer dem sehr guten 1000-seitigen deutschen Handbuchsatz zu PB 3.20 nur ein weiteres deutsches Buch zu PowerBASIC, nämlich "PowerBASIC - Assemblerprogrammierung" von Günter Born, 525 Seiten für 25 EUR. Doch nun weiter in unserem Interview: Sind eigentlich noch neue Versionen von PowerBASIC/DOS zu erwarten?
Thomas Gohel: Vermutlich nicht, das Geschäft läuft wohl aus.

Thomas Antoni: Und wie wird es künftig mit weiteren Versionen von PowerBASIC DLL und Console weitergehen?
Thomas Gohel: Soweit ich weiß: Ja, zumindestens laut Bob Zale.

Thomas Antoni: Was erwartet den Besucher auf Deiner Webseite?
Thomas Gohel: Primär wohl einiges Deutsche um PowerBASIC. Früher waren wohl die meisten User mehr an meinem SoundBlaster-Toolkit "PBSOUND" interessiert und auch an der recht umfangreichen PowerBASIC-FAQ. Heute liegt der Schwerpunkt allerdings mehr auf der PowerBASIC- Filebase.

Zum anderen gibt es auf meiner Homepage auch für den Mail/News- Reader "CrossPoint" die passenden POP3/SMTP/NNTP-Clients "UKAW" und "UKAD". Beide habe ich in PowerBASIC geschrieben. UKAW, die WindowsVersion, existiert als Win32/Console, Win32/GUI. UKAD ist die reine DOS- Version.

Thomas Antoni: Deine FAQ muss ich wirklich loben. Da hast Du einen enormen Schatz an Informationen zu PB zusammengetragen: ca. 120 Fragen und die dazugehörigen Antworten als HTML-Version sowie alternativ in einer 160 KB großen TXT-Datei. Sowas gibt es für QBasic leider noch nicht - erst, wenn Pawel und ich unsere QB- MonsterFAQ endlich fertigbekommen.
Wieviele Programme beinhaltet eigentlich Deine PowerBASIC Filebase?
Thomas Gohel: So ungefähr 760 Files mit ca 60MB ...

Thomas Antoni: Die sind ja fast alle auf meiner QBasic-CD-ROM drauf, die man auf meiner Seite www.qbasic.de erwerben kann (ein bisschen Eigenwerbung wird mir keiner verübeln). Und wieviele davon stammen von Dir selbst?
Thomas Gohel: Ein paar Handvoll. Neben PBSOUND auch eine Menge Demos und kleinerer Sourcen: CPU-Erkennung, Grafik-Routinen, Win95-LFN (LFN = Long Filename) und diverser anderer nützlicher Kleinkram.

Thomas Antoni: Ist PBSOUND eigentlich immer noch kostenpflichtig,
Thomas Gohel: Im Prinzip ja.

Thomas Antoni: ... und setzt es eine Soundblasterkompatible Soundkarte voraus?
Thomas Gohel: In jedem Falle, denn SB-Kompatibilität ist ein gewisser Standard unter DOS.

Thomas Antoni: Im Zeichen der speziellen Windows- Soundsysteme, die heute oft gar nicht mehr Low-Level Soundblaster-kompatibel sind, wird die Soundausgabe aus DOS-Programmen heraus leider immer problematischer. Man denke nur an die "Brüllwürfel", die am USB-Port hängen. Da wird es für einen DOS- Programmierer fast unmöglich, Soundeffekte zu erzeugen, die auf allen Computern funktionieren, es sei denn es werden Windows-Tools verwendet und vom DOS-Programm aufgerufen, z.B. wie DS4QB, (Direct Sound for QB) das auf meiner Homepage zum Download bereitsteht.

Thomas: Wieviel Zeit wendest Du täglich im Schnitt für Deine Webseite auf,
Thomas Gohel: Eigentlich gar keine mehr ...

Thomas Antoni: ... und wieviele E-Mails erhältst Du pro Tag im Zusammenhang damit?
Thomas Gohel: Die Mails betreffen in der Regel die aktuelle Software, also UKAW/ UKAD und ab und zu auch Fragen zur PBFAQ oder den Files der Filebase.

Thomas Antoni: Wie bei allen Interviewpartnern habe ich Deine Webseite, ausgiebig analysiert, um Dich näher kennenzulernen. Und ich muss sagen: Das haut mich um, was Du da aufgebaut hast. Fast ein Lebenswerk :))
Thomas Gohel: Naja, es ist nicht nur mein Werk. Ich habe da zwar vieles organisiert (incl. einem Treffen in Offenbach), aber die ganze Unterstützung habe ich aus der BASIC.GER/PowerBASIC.GER bezogen, einem Echo des FidoNet. Die englischen Parts beruhen z.B. komplett auf Thomas Geiger, der ebenfalls Point im Fido war.

Thomas Antoni: Das ist bestimmt weltweit die größte private PB-Seite oder wenigstens in Europa!
Thomas Gohel: Mit der Filebase auf Basicguru.com, wo zumindestens die PowerBASIC- Files meiner BBS gespiegelt sind, dürfte es zumindestens quantitativ die größte Site sein. Die älteste PB-Homepage ist es in jedem Fall, denn ich war sogar noch vor www.powerbasic.com, der offiziellen Homepage von "PowerBASIC Inc." selbst im Netz. ;-)

Thomas Antoni: Die meisten Leser werden vermutlich nicht mehr wissen, was Mailboxen und BBS (Bulletin Board System) und FidoNet sind. Kannst Du ihnen mal kurz und knackig erklären, was man darunter versteht und welche Bedeutung und Beliebtheit diese Systeme heute noch haben?
Thomas Gohel: www.was-ist-fido.de dürfte besser erklären können, was FIDONet ist als ich. Auch der Begriff BBS dürfte unter obigen Link erklärt werden, denn BBS und Fido gehören zwar nicht zusammen, aber meistens war es so.

Thomas Antoni: Hast Du noch viele Zugriffe auf Deine BBS-Mailbox - verglichen mit den Webzugriffen?
Thomas Gohel: Auf die Web-Seiten erfolgen deutlich mehr Zugriffe, zumindestens wenn ich davon ausgehe, dass es sich bei den Web-Zugriffen nicht Scan-Bots handelt.

Thomas Antoni: Wie sieht Dein Webdesign-Konzept aus?
Thomas Gohel: Ich habe keines ... :-)

Thomas Antoni: Das glaube ich nicht, dass Du kein Webdesign-Konzept hast. Deine Seite lädt schnell, Du verwendest Grafiken sparsam und lässt MIDI-Sounds erschallen, ein Umstand, der von vielen Webdesign-Experten als nervig angesehen wird :)
Thomas: Wie war eigentlich Dein Werdegang als Programmierer?
Thomas Gohel: Ich habe schon früher auf dem ATARI 130/XE programmiert und dann die ersten Anwendungen vor über 10 Jahren auf den PC portiert.

Thomas Antoni: Wann ging das los mit der ATARI-Programmierung? Was hatten damals die Computer für Taktfreqeunzen, RAM- und Massenspeicherausbau und Grafik- sowie Soundsysteme? Das ist für die Kids heute bestimmt hochinteressant :)
Thomas Gohel: Wenn ich mich richtig erinnere, war das etwas um 4Mhz bei 8 Bit Datenbreite und 64K-RAM. Luxus war dann eine zusätzliche RAM-Risk von 128k, die wie ein Laufwerk angesprochen werden konnte.

Thomas Antoni: Wie war so das meist mitgelieferte BASIC?
Thomas Gohel: Das eingebaute ROM-Basic halt. Die meisten haben aber in ASM (Bibo- Assembler) oder Turbo-Assembler programmiert. Letzterer hat aber nur den Namen nach etwas mit dem Produkt aus dem Hause Borland zu tun.

Thomas Antoni: Was war eigentlich dein erstes und dein letztes Programm?
Thomas Gohel: Mhh, das erste, mhhh ... das wurde bereits auf dem ATARI 130XE entwickelt und war für die Telekom. Dieses wurde dann auch als erstes Programm auf den PC portiert und ist im Prinzip daran Schuld, dass ich umgehend auf PowerBASIC umgestiegen bin. ;-)

QB war mir schon damals zu "nervig" - und das, obwohl ich vorher nur das ATARI- TurboBasic kannte, welches aber nur namentlich mit dem Basic von Borland verwandt ist.

Thomas Antoni: Sag doch mal ein paar Worte zu Deinen QBasic Programmen.
Thomas Gohel: Da gab es nie eines. Ich habe mir QBasic ein paar Tage angetan und dann PowerBASIC V2.10 gekauft. Eine Entscheidung, die ich in Sachen BASIC bis heute nie betreut habe.

Thomas Antoni: Du programmierst also seit langen Jahren in PowerBASIC. Was sind denn eigentlich Deine besten PB-Programme.
Thomas Gohel: Naja, das dürfte PBSOUND sein, welches auch recht häufig um die ganze Welt herum registriert wurde. Letztlich ist PBSOUND auch daran "Schuld", dass ich meine "bessere Hälfte" kennen gelernt habe: Der internationale PBSOUND-Support ließ mich nochmals nötigen, meine Englisch-Kenntnisse aufzufrischen, und der Rest ist Geschichte *grins* . Aktuell dürfte die bekannteste Software wohl UKAW sein, welches eigentlich DAS Standard-Tool für CrossPoint User ist, um am Usenet teilzunehmen. UKAW ist seit weit über zwei Jahren bei den Usern im Einsatz und wurde seither regelmäßig weiterentwickelt.

Thomas Antoni: Erzähl doch mal ein bisschen von Deinen selbstprogrammierten Spielen
Thomas Gohel: Spiele? Ach so ... ;-)

Beides waren nur ein paar Versuche. Quadromania habe ich aus einer Laune heraus programmiert, eigentlich nur um PBSOUND im harten Leben zu testen.

Das Raycasting-Demo war dann eigentlich nur zum Ärgern diverser TurboPascal- und auch QB-User gedacht. Für TurboPascal-Jünger, um zu zeigen, dass es in Basic kein Problem ist, solches Geschwindigkeitstechnisch zu lösen, und um den QB-Usern zu zeigen, dass QB dieses eben nicht schafft. ;-)

Man muss dabei auch bedenken, dass zu jener Zeit ein friedlicher Wettkampf zwischen den QB- und PB-Anhängern in der BASIC.GER des FidoNet herrschte, der eben manchmal in solchen kleinen "Nettigkeiten" endete.

Thomas Antoni: In welchen Sprachen programmierst Du?
Thomas Gohel: Mit Vorliebe eben in PowerBASIC. Dabei ist es egal ob es nun der DOS-, der Win32-Console oder auch der Win32/GUI-Compiler ist. Zur Not stricke ich auch etwas in VB6/Prof zusammen.

Thomas Antoni: Du bist der erste, den ich zu fassen kriege, der sich mit "PowerBASIC DLL" und "PowerBASIC Console", den Windows- Versionen von PB, auskennt. Sind dies eigentlich geeignete Sprachen für Aufsteiger von QB oder PB?
Thomas Gohel: Sagen wir es so: Es sind eher Compiler für Leute die gerne "an der API" programmieren. Wer C und das alte TurboPascal/Win kennt, der wird sich extrem schnell mit PB anfreunden, sofern er lieber mit BASIC programmiert.

(Anmerkung Antoni: API = Application Program Interface. Das ist die bei Windows recht komplexe eingebaute Schnittstelle zu Anwenderprogrammen)

Thomas Antoni: Wie ist die Abgrenzung zu VB?
Thomas Gohel: PowerBASIC erstellt kleine EXEs und das ohne Runtime-Modul, also wirklichen nativen Maschinecode wie C.

Thomas Antoni: Die Compiler sind für Hobbyprogrammierer leider recht teuer (189$ und 159 $ bei www.powerbasic.com). Gibt es irgendwelche Schüler oder Shareware-Versionen außer dem uralten FirstBASIC??
Thomas Gohel: Tja, das mit den Preisen stimmt. Wegen der verbilligten Schüler-Versionen müsstest Du mal bei "Kirschbaum Software" nachfragen.

Thomas Antoni: Das habe ich auf Deine Anregung hin gemacht. Aber auch bei Kirschbaum gibt's keine preisreduzierten Schülerversionen. Ich glaube, Bob Zale macht da einen großen Fehler; denn: Wer die Jugend gewinnt, dem gehört die Zukunft :))
Thomas: Kannst Du etwas über Deine momentanen Projekte berichten?
Thomas Gohel: Ich habe vor einiger Zeit etwas für die Deutsche Telekom in VB6 geschrieben, was auch durch die Bonner Firmenzentrale für die bundesweite Einführung angewiesen wurde, aber das Projekt ruht seit ca einem 1/2 Jahr.

Ansonsten treibe ich die Entwicklung von UKAW/UKAD voran. Das ist ein spezielles POP3/SMTP/NNTP-Kit für den Klassiker "CrossPoint". Mehr Informationen darüber gibt es unter www.pbhq.de/ukaw/. Das Kit ist seit 2 Jahren recht erfolgreich.

Thomas Antoni: Was sind Crosspoint und UKAW genau?
Thomas Gohel: CrossPoint für DOS (abgekürzt "XP") ist ein Multi-Netz-Programm, welches diverse Netze unter einem Programm vereint. Das geht bei QWK (Tool um Artikel direkt von einer BBS zu laden), Z-Netz, Mausnet, FidoNet sowie RFC/UUCP los und endet bei RFC/PPP, also der normalen POP3/SMTP/NNTP-Anbindung.

CrossPoint wurde von Peter Mandrella in TurboPascal programmiert und dann Ende 2000 als Source für die Anwender zur Verfügung gestellt.

Ich habe dann nur die speziellen POP3/SMTP- und NNTP-Clients UKAW und UKAD für diesen universellen Mail/Newsreader geschrieben. Diese Clients erledigen den gesamten Mail- und News- Transport via POP3/SMTP/NNTP. UKAW/UKAD dient zum automatischen Download/Upload von Mail und News über eine (Winsocket)- DFÜ- Verbindung. Mit UKAW kann man seine Mails und News im weltweiten Usenet mit dem gleichen Komfort verwalten, wie man es von CrossPoint gewohnt ist.

UKAW ist dabei der Client für Win32 und UKAD derjenige für reines DOS.

Thomas Antoni: Was ist eigentlich NNTP?
Thomas Gohel: Das News-Protokoll. Also das Protokoll zum Lesen und Senden von News im Usenet.

Thomas Antoni: Ist "XP" als Abkürzung für Crosspoint heute eigentlich noch sinnvoll? Im Zeichen von Windows XP sollte man jetzt diese Abkürzung vielleicht besser nicht mehr verwenden.
Thomas Gohel: XP gib es seit ca. 1990, von e_XP_erimental_ wird in ein zwei Jahren keiner mehr reden :))

Thomas Antoni: Zu den ganzen Crosspopint-Kits: Kann man die in eigene Programme einbauen, z.B. auch in QuickBasic-Programme? Oder kann man sie aus QuickBasic-Programmen heraus aufrufen, um dem Anwender einen Zugriff auf E-Mails oder Usenet-News zu ermöglichen?
Thomas Gohel: Nein, oder baust Du Outlook Express auch in QB-Programme ein? UKAW/UKAD wurde als Mailer/Newsreader speziell für XP entwickelt.

Thomas Antoni: Ist Crosspoint mit Outlook Express vergleichbar oder handelt sich um eine Tool- Bibliothek?
Thomas Gohel: Crosspoint ist ein eigenständiges Programm.

Thomas Antoni: Es gibt eine Vielzahl an in QuickBasic programmierter GUIs für DOS (grafische Betriebssystem - Aufsätze). Eine Auflistung findet man z.B. unter www.silizium-net.de ). Gibt es solche Ansätze eigentlich auch in PB?
Thomas Gohel: Reichlich ... und - sofern als Shareware/Freeware verfügbar - auch auf meiner Homepage downloadbar. Kirschbaum bietet ansonsten auch ein Text- und auch grafisch orientiertes Menü-System an. Für das UKAW/UKAD-Setup ( www.pbhq.de/ukaw/ ) habe ich dann auch die PowerTOOLs verwendet.

Thomas Antoni: Du meinst sicher die deutschsprachigen PowerTOOLS (zur Erstellung textbasierter Menü-Oberflächen) und PowerGRAPH (für grafische Menüsysteme). Bei Kirschbaum gibt es übrigens noch Restbestände dieser Zusatzbibliotheken für PB/DOS mit umfangreichen deutschen Handbüchern für je ca 5 EUR.

Thomas: Was rätst Du einem QB-Programmierer, der sein Game netzwerkfähig machen will, z.B. über TCP/IP oder IPX?

Thomas Gohel: In QB würde ich das nie in Angriff nehmen. In PB habe ich zwar ähnliches für Mail&News programmiert, aber unter DOS sind die Schnittstellen/Treiber ziemlich schwierig in den Griff zu bekommen. Aber das liegt mehr an den "kranken" und verschiedenen Treibern.

Thomas Antoni: Was rätst Du einem QB-Programmierer, der aus seinem Programm heraus aufs Internet zugreifen und z.B. E-Mails versenden will?
Thomas Gohel: ... sich mal kurz PowerBASIC anzusehen, denn dort gibt es hierfür diverse Routinen. Für QB habe ich aber UKA_PPP von Karl- Heinz Weiss im Sourcecode.

Thomas Antoni: Gibt's denn UKA_PPP auf Deiner Seite zum Herunterladen? Und ist es von QuickBasic aus aufrufbar?
Thomas Gohel: UKA_PPP wurde von Karl-Heinz-Weiss in QB programmiert und sollte sich auf seinem Server befinden. Der URL ist http://mvmpc9.ciw.uni-karlsruhe.de/.

Thomas Antoni: Wie siehst Du die Zukunft von QBasic, QuickBasic und MS-DOS?
Thomas Gohel: Welche Zukunft? ;-)

Thomas Antoni: Ich für meinen Teil habe wenigstens das Gefühl, dass QB lange noch nicht tot ist. Täglich melden sich bei mir totale QB-Neueinsteiger, die von QB ganz begeistert sind. Und immerhin hat Windows XP eine gute DOS-Emulation, auf der QB vorzüglich funktioniert. Trifft das eigentlich auch auf PB und die damit erstellten Programme zu?
Thomas Gohel: Naja, aber etwas wirklich ernsthaftes ist da aber nicht zu erwarten, oder? Und die DOS-Emulation - das ist doch Theorie, Windows eben ...

Thomas Antoni: Sei doch nicht so bissig und sieh ein, dass es auch "ernsthafte" Einsteiger gibt, die vorerst mit QBasic voll zufrieden sind und dann erst später auf eine andere Sprache umsteigen. Welche Zukunft siehst Du denn für PowerBASIC für DOS sowie für PowerBASIC DLL/Console?
Thomas Gohel: Für DOS dürfte es sowieso keine Zukunft geben und Windows ..., gut das kommt auf eine zukünftige PB/Win32-Version an.

Thomas Antoni: Ist zu erwarten, dass Bob Zale irgendwann mal PowerBASIC als Freeware oder gar als Open Source freigibt?
Thomas Gohel: Eher nicht.

Thomas Antoni: Weißt Du eigentlich, in welcher Programmiersprache PowerBASIC programmiert wurde?
Thomas Gohel: Die DOS-Version m.E. direkt in ASM und die Win32-Version zu Teilen mit PowerBASIC.

Thomas Antoni: Auf welche Windows-Programmiersprache sollte ein QB-Fan aufsteigen a) wenn er nur hobbymäßig programmieren will bzw. b) wenn er einen IT-Beruf anstrebt?
Thomas Gohel: VB ist da wohl die erste Wahl für größere Projekte. Allerdings sollte er sich bei kleineren Tools in jedem Falle auch Power- BASIC ansehen.

Thomas Antoni: Wieso ist bei großen Projekten VB eher zu empfehlen? Wann stößt man mit PowerBASIC DLL/Console an die Grenze?
Thomas Gohel: Es kommt eben darauf an was Du möchtest. UKAW besteht z.B. aus ca 1/2 MB an Sourcecode, trotzdem würde ich nie auf die Idee kommen UKAW in VB zu programmieren.

Bei PB muß eben vieles "zu Fuß" erledigt werden und wenn es gerade an dutzende Dialoge geht, dann ist der "Faule" besser bei VB aufgehoben. Die MS-typischen Datenbankanbindungen sind einfacher in VB zu erledigen, auch was die ganzen vorgefertigten Objekte betrifft.

Thomas Antoni: Du empfiehlst PowerBASIC als geeignete Windows- Programmiersprache für QB-Aufsteiger. Damit meinst Du vermutlich PowerBASIC DLL und PowerBASIC Console. Welche dieser beiden Sprachen sollte ein QB- Aufsteiger denn nun wählen? Oder braucht man beide?
Thomas Gohel: Mit PB Console kann man nur textbasierte Anwendungen schreiben, die quasi wie DOS-Programme aussehen. Mit PB DLL lassen sich echte Windows-Applikationen mit Dialogboxen usw. realisieren.

Es gibt jedoch für PB Console etliche Bibliotheken und Add-Ons, mit deren Hilfe die Programmierung grafisch ansprechender Spiele und Zugriffe auf das Windows- API (Application Programm Interface mit Dialogboxen usw.) möglich sind.

Für Aufsteiger von Q(uick)Basic ist PB Console mit Sicherheit als Aufsteigersprache besser geeignet, weil es "DOS-ähnlicher" ist und man sich nicht gleich von Anfang an mit der ganzen komplexen Windows Programmiertechnik auseinandersetzen muss.

Thomas Antoni: Gibt es den eigentlich gute Spiele in PowerBASIC DLL/Console? Und wo kann man die downloaden?
Thomas Gohel: Man könnte mal etwas portieren, ansonsten: Nein.

Thomas Antoni: Hast Du Dich schon mal mit Blitz Basic befasst ( www.blitzbasic.de )?
Thomas Gohel: Nö, als nächstes werde ich mir aber vermutlich "Envelop" ansehen.

Thomas Antoni: Ja, von Envelop habe ich schon mal was gehört. Das ist ein professioneller Freeware-Clone von Visual Basic 4 mit englischer Bedienungsoberfläche, dessen Vollversion man völlig kostenlos und legal unter http://pages.cthome.net/xx/e.htm downloaden kann. Doch nun weiter in unserem Interview: Was rätst Du einem QBasic Spiele-Programmierer, der Animationen, Sound und Mausbedienung in seine Spiele und sonstigen Programme hineinbringen will?
Thomas Gohel: QB und Sound widerspricht sich irgendwie. Als langjähriger Leser der BASIC.GER (FidoNet) und auch spätere Moderator kann ich nur sagen, dass es für QB eigentlich nie ein wirklich funktionierendes SoundBlaster Toolkit gegeben hat.

Thomas Antoni: Ist Dein Soundblaster Toolkit auch in QuickBasic-Programme einbindbar?
Thomas Gohel: Alte Frage, alte Antwort: Nein.

Thomas Antoni: Wie schafft man sich den nötigen freien Speicherplatz für seine Spiele und überwindet die für QBasic geltende 160 KB Grenze für die max. Länge von Code und Daten?
Thomas Gohel: Diese Grenze hat PowerBASIC nicht. Selbst in der DOS-Version kannst Du alle Daten ins EMS auslagern.

Thomas Antoni: Ist der EMS-Zugriff von PowerBASIC auch unter Win Me und XP problemlos?
Thomas Gohel: EMS ist EMS ... Will sagen: EMS ist Standard und es sollte deshalb immer funktionieren.

Thomas Antoni: Spiele für Linux - denktst Du über sowas nach?
Thomas Gohel: Spiele weniger, aber wenn's eine Linux-Version von PowerBASIC gibt (zumindestens soll es das), dann werde ich vielleicht meine POP3/SMTP/NNTP-Tools portieren.

Thomas Antoni: Ist eine Linux-Variante für PowerBASIC DLL/Console offiziell geplant - Ähnlich wie Kylix bei Delphi?
Thomas Gohel: Laut PowerBASIC: Ja. Allerdings wohl eher im gewohnten PowerBASIC- Gewand.

Thomas Antoni: Spieleprogrammierung in VB oder Delphi - macht das Sinn? VB6 soll ja schnellen nativen Code absetzen können und eine DirectX - Schnittstelle haben. Da könnte man doch auf die Idee kommen, Spiele in VB zu programmieren, oder?
Thomas Gohel: Gute Frage. VB6 ist trotzdem mehr als langsam. Geschwindigkeitsunterschiede zwischen dem normalen VB und dem angeblich nativen Code konnte ich bisher nie feststellen? Warum auch, letztlich wandert nahezu jede Zeile Code wieder durch die langsame Runtime.

Thomas Antoni: Was hast Du für Zukunftsprojekte?
Thomas Gohel: Vielleicht aus UKAW einen kleinen Mail/News-Server entwickeln.

Thomas Antoni: Wo würde der Mail/News-Server ablaufen? Auf einem "klassischen" Webserver mit Linux und Apache doch wohl nicht?
Thomas Gohel: Auf einem normalen Win32-System.

Thomas Antoni: Warum hört man so wenig von PowerBASIC und VB-DOS - im Vergleich zu QuickBasic?
Thomas Gohel: Also ich höre eigentlich nix mehr von QB oder VB/DOS ...

Thomas Antoni: Deine Antwort kann ich nicht nachvollziehen. Wenn man mit der Suchmaschine Google im gesamten WWW nach PowerBASIC sucht, so erhält man 6700 Treffer. Bei QBasic sind es 78500 , bei QuickBasic 23500. Ich schließe daraus, dass sich weltweit ca. 13 mal mehr Personen mit Q(uick)Basic befassen als mit PowerBASIC. In Deutschland gibt es ca. 160 Q(uick)Basic-Seiten, und ständig kommen neue dazu. Dagegen gibt es nur knapp ein dutzend PowerBASIC-Seiten. Bei PowerBASIC gibt es leider ein gewisses "Auf-der-Stelle-Treten": Die vorhandenen PB-Webseiten werden kaum noch upgedated, und es kommen kaum neue Seiten hinzu.

Aus meinen Mailkontakten weiß ich, dass täglich neue QBasic- Fans zur QB- Community hinzustoßen - teilweise auch, weil QBasic im IT- Unterricht an den Schulen als ideale Einsteigersprache immer noch sehr gerne verwendet wird. Der "Deutsche QBasic Chatraum" und das "Deutsche QBasic Forum" sind äußerst gut besucht und wimmeln nur so von Besuchern - beide sind über meine Seite www.qbasic.de erreichbar.
Thomas Gohel: Auf PowerBASICs Homepage geht's jedenfalls hoch her. Aber was hältst Du von der Idee, eine eigene QBASIC-Newsgroup zu eröffnen?

Thomas Antoni: Von Newsgroups halte ich überhaupt nichts. Auf den PowerBASIC - Newsgroups, die mein Provider T-Online mir zur Verfügung stellt, ist kaum etwas los. Da brummen die "normalen" HTML-basierten QB-Foren wesentlich mehr. Allein in unserem deutschen QB-Gemeinschaftsforum gibt es täglich 20 mal mehr Postings (ca. 60 im Schnitt) als in der internationalen Newsgroup com.lang.basic.powerbasic.

Außerdem stirbt das Usenet langsam aus. Frag mal 10 begeisterte Internetsurfer, unter 18 Jahren, was das Usenet eigenlich ist. 7 Davon werden schon den Begriff gar nicht kennen und höchstens einer das Usenet regelmäßig nutzen. Aber jetzt zur nächsten Fage: Was sind Deine Lieblings-Webseiten?
Thomas Gohel: Da gibt es eigentlich keine ... Die wichtigsten deutschen und englischen PB- seiten sollten alle in meiner, der von Dave Navarro's oder in der PowerBASIC- Linksammlung stehen. Sooo viele sind das ja nicht.

Thomas Antoni: Komisch, auf Dave Navarro's Seite www.basicguru.com/navarro/ finde ich überhaupt keine Links. Hast Du noch andere Hobbies außer Programmieren?
Thomas Gohel: Viele Sachen mit "F", z.B. Frauen (bzw. eine) ;-) und neuerdings auch Fotografieren.

Thomas Antoni: Vielen Dank Thomas für die höchst aufschlussreichen Antworten! Ich bin überzeugt, dass der Leser jetzt erstmal voller Neugier Deine Seite www.gohel.de bzw. www.pbhq.de ansurfen wird.




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